Nahaufnahme einer verwitterten Bronzestatue, die eine Person zeigt, die ihren Kopf auf die Hand stützt und damit eine kontemplative Stimmung hervorruft, die an die Selbstreflexion erinnert, die in der systemischen Therapie häufig untersucht wird.

Burnout erkennen

Ursachen

Eine Studie der BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) untersuchte den Einfluss psychosozialer Faktoren des Arbeitsplatzes bezüglich depressiver Symptomatik, Burnout und Arbeitsfähigkeit. Es wurden 4058 Beschäftigte im Alter von 31 bis 60 Jahren befragt. Die Studie zur präziseren Einschätzung der Burnout Gefährdung ergab:

  • Hauptrisikofaktor für Burnout und Depression ist die quantitative Arbeitsbelastung.
  • Zweitwichtigster Faktor ist die kognitive Belastung (Überforderung durch Wissenserwerb und Information Overload) und Arbeitsplatzunsicherheit.
  • Weitere Faktoren sind:
    • hohe qualitative Anforderungen
    • mangelnde Rollenklarheit
    • und geringe eigene Einflussmöglichkeiten bzw. Entscheidungsspielräume.

Schützende Einflussfaktoren

Als schützend erwiesen sich:

  • ein guter eigener Entscheidungsspielraum
  • eine hohe allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung, die ein wichtiger Faktor für Resilienz ist.

Die Systemische Beratung kann hier den Blickwinkel und den wahrgenommenen Handlungsspielraum erweitern, und die Selbstfürsorge fördern. Die Selbstwirksamkeit wird unterstützt und eigene Ressourcen erforscht und gestärkt.

Risikobewertung

Wer sich selbst und seine potenzielle Gefährdung für Burnout einmal testen möchte, findet hier einen Burnout Selbsttest.

Fazit

Prävention ist besser als zu warten, bis es so weit kommt. Und günstiger!
Das ist auch für Unternehmen von Bedeutung, denn die Kosten, die durch Mitarbeiterausfälle entstehen, sind enorm. Enorm ist auch das Leid, das bei Betroffenen entsteht. Der Weg aus dem Burnout wieder heraus zu kommen kann lang und antstrengend sein. Und die Rückkehr zum Arbeitsplatz fällt vielen schwer, weil die Diagnose häufig als eine Art Stigma empfunden wird. Rechtzeitig einzuschreiten und sich helfen zu lassen, solange die Symptomatik sich noch nicht verfestigt hat, ist also absolut sinnvoll.

Quellen:

https://www.baua.de/DE/Aufgaben/Forschung/Forschungsprojekte/f2318.html

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