Eine Nahaufnahme einer verrosteten Metallkronenskulptur vor einer leuchtend grün gestrichenen Wand, die durch ihre dauerhafte Stärke und ihren einzigartigen Charakter ein gesundes Selbstwertgefühl symbolisiert.

6 Schlüsselpraktiken für ein gesundes Selbstwertgefühl 

Wie Sie Ihren Selbstwert proaktiv steigern können.

Sie möch­ten Ihr Selbst­wert­ge­fühl ver­bes­sern, haben aber kei­ne psy­cho­lo­gi­schen Vor­kennt­nis­se? Kein Pro­blem. Hier fin­den Sie eine Zusam­men­fas­sung, wie Sie Ihr Selbst­wert­ge­fühl stär­ken kön­nen und wel­ches grund­le­gen­de Ver­ständ­nis dafür not­wen­dig ist.

Vie­le Men­schen glau­ben, ein gutes Selbst­wert­ge­fühl habe man – oder eben nicht. Fast so, als sei es ange­bo­ren oder abhän­gig von Äußer­lich­kei­ten wie gutem Aus­se­hen, Kör­per­form, Intel­li­genz oder sogar der Anzahl der Follower:innen. Das ist ein weit­ver­brei­te­ter Irr­tum. Es gibt kon­kre­te Schrit­te, mit denen Sie Ihr Selbst­wert­ge­fühl auf­bau­en und för­dern kön­nen. Das bedeu­tet: Sie kön­nen aktiv wer­den und Ihr Selbst­wert­ge­fühl Schritt für Schritt stärken.

Selbstwert – was ist das? 

Ein gutes Selbst­wert­ge­fühl ist ein grund­le­gen­des mensch­li­ches Bedürf­nis. Es ist das Ver­trau­en in die eige­ne Fähig­keit, mit den Her­aus­for­de­run­gen des Lebens umge­hen zu kön­nen, und das Gefühl, es wert zu sein, Glück zu erfah­ren. Jemand mit einem gesun­den Selbst­wert­ge­fühl erfährt sich folg­lich als kom­pe­tent, und fühlt sich wert­voll. Ein nied­ri­ges Selbst­wert­ge­fühl kann hin­ge­gen Ängs­te, Frus­tra­tio­nen und sogar Depres­sio­nen begünstigen.

Die am bes­ten erforsch­te Defi­ni­ti­on des Selbst­werts kommt von Natha­ni­el Bran­den, einem der bekann­tes­ten Exper­ten zum The­ma Selbst­wert­ge­fühl. Sei­ne Arbeit, ins­be­son­de­re das Buch „Die sechs Säu­len des Selbst­wert­ge­fühls“ (Ori­gi­nal: The Six Pil­lars of Self-Esteem), bestimmt maß­geb­lich unser moder­nes Ver­ständ­nis des Begriffs. Er defi­niert Selbst­wert so: 

Das Selbst­wert­ge­fühl ist das Fun­da­ment unse­rer Exis­tenz. Es ist der Glau­be an unse­re eige­ne Kom­pe­tenz, unse­re Fähig­keit, in der Welt erfolg­reich zu sein und unse­re eige­nen Wün­sche und Bedürf­nis­se zu erfül­len. Es ist das Ver­trau­en in unse­re eige­nen Wer­te und die Über­zeu­gung, dass wir es ver­die­nen, glück­lich zu sein.

Natha­ni­el Branden

Schlüsselpraktiken für ein gesundes Selbstwertgefühl 

Vie­le Men­schen mei­nen, ein gutes Selbst­wert­ge­fühl hat man, oder eben nicht. Das wür­de jedoch bedeu­ten, Sie sind ein Opfer, und das Selbst­wert­ge­fühl wäre eine Fähig­keit, die man nicht beein­flus­sen kön­ne. Weit gefehlt! Wie alles im Leben, gibt es auch für das Selbst­wert­ge­fühl wich­ti­ge Fak­to­ren, die es her­vor­brin­gen, und die Sie üben kön­nen. So wie Fahrradfahren.

Hier stel­le ich Ihnen sechs Schlüs­sel­prak­ti­ken vor, die ein gesun­des Selbst­wert­ge­fühl unterstützen:

  • 1. Acht­sam­keit: Bewusst­sein für die eige­nen Gedan­ken, Gefüh­le und Hand­lun­gen entwickeln.
  • 2. Selbst­ak­zep­tanz: Sich selbst mit Mit­ge­fühl und Ver­ständ­nis begeg­nen, auch bei Fehlern.
  • 3. Selbst­ver­ant­wor­tung: Ver­ant­wor­tung für die eige­nen Ent­schei­dun­gen und das eige­ne Han­deln übernehmen.
  • 4. Selbst­be­haup­tung: Für die eige­nen Bedürf­nis­se und Gren­zen eintreten.
  • 5. Ziel­ori­en­tie­rung: Mit Absicht und Zweck han­deln, nicht nur reaktiv.
  • 6. Inte­gri­tät: Zwi­schen Ihren Wer­ten undIh­rem Ver­hal­ten Ein­klang herstellen.
Eine Person schreitet auf schwebenden Blöcken auf eine Trophäe zu, die Fortschritt oder Leistung symbolisiert.

Die­se Prak­ti­ken sind kei­ne Garan­tie für Erfolg und Glück, aber sie erhö­hen die Wahr­schein­lich­keit, dass Sie Ihr Leben selbst­be­stimmt und erfül­lend gestal­ten kön­nen. Denn auch wenn vie­le das glau­ben – Selbst­wert­ge­fühl ent­steht nicht von selbst, son­dern muss aktiv auf­ge­baut werden.

Die gute Nach­richt dabei ist: Sie kön­nen noch heu­te aktiv wer­den, um Ihr Selbst­wert­ge­fühl zu stär­ken und in Bewe­gung zu kom­men.
Die weni­ger ange­neh­me Nach­richt ist: Sie kön­nen das nicht, wäh­rend Sie bequem auf der Couch sit­zen und dar­auf war­ten, dass ein gutes Selbst­wert­ge­fühl viel­leicht vom Him­mel fällt. 😆 Unbe­quem, aber wahr.

Wich­tig ist auch das Ver­ständ­nis, dass Ihr Selbst­wert­ge­fühl nicht von äuße­ren Fak­to­ren wie Leis­tun­gen oder der Aner­ken­nung ande­rer abhängt, son­dern von Ihren inne­ren Pro­zes­sen und geleb­ten Prak­ti­ken. Das bedeu­tet, dass Sie ein gewis­ses Maß an Unab­hän­gig­keit von äuße­ren Umstän­den ent­wi­ckeln soll­ten, um ein sta­bi­les und authen­ti­sches Selbst­wert­ge­fühl aufzubauen.

Zusam­men­ge­fasst erfor­dert die Stär­kung des Selbst­wert­ge­fühls Selbst­kennt­nis, Selbst­ak­zep­tanz und die Bereit­schaft, Ver­ant­wor­tung für das eige­ne Han­deln zu über­neh­men. Mit der Umset­zung die­ser Schlüs­sel­prak­ti­ken kann jeder Mensch aktiv an sei­nem Selbst­wert­ge­fühl arbeiten.

1. Achtsamkeit

Bewusstsein für die eigenen Gedanken, Gefühle und Handlungen entwickeln.

Acht­sam­keit ist eine Fähig­keit, die wir alle in uns tra­gen, aber oft ver­lernt haben. Sie bedeu­tet, im gegen­wär­ti­gen Moment prä­sent und auf­merk­sam zu sein, ohne zu urtei­len. Acht­sam­keit hilft dir, dich von den vie­len Ablen­kun­gen und Gedan­ken zu lösen, die dei­nen All­tag bestim­men, und statt­des­sen bewusst wahr­zu­neh­men, was im Jetzt ist. 

Acht­sam­keit ist eine kraft­vol­le Pra­xis, die Ihnen hilft, im Moment prä­sent zu sein, also im Jetzt.

Sie holt Sie aus dem Auto­pi­lot-Modus und zurück in den gegen­wär­ti­gen Augen­blick. Das ist wich­tig, denn im Jetzt fin­det Ihr Leben statt! 
Um Acht­sam­keit zu üben, müs­sen Sie sich zunächst Zeit neh­men – auch wenn es nur weni­ge Minu­ten am Tag sind. 

Bei­spiels­wei­se kön­nen Sie sich an einen ruhi­gen Ort set­zen, die Augen schlie­ßen und sich auf Ihren Atem kon­zen­trie­ren. Beob­ach­ten Sie, wie er ein- und aus­strömt, ohne ihn zu ver­än­dern. Wenn Ihre Gedan­ken abschwei­fen, brin­gen Sie Ihre Auf­merk­sam­keit sanft und ohne Selbst­vor­wür­fe wie­der zum Atem zurück. 

Ver­su­chen Sie auch, im All­tag acht­sa­mer zu wer­den. Neh­men Sie Ihre Umge­bung bewusst wahr, ohne sie zu bewer­ten. Spü­ren Sie, wie Ihr Kör­per sich anfühlt, wenn duSie gehen oder essen. Hören Sie auf­merk­sam zu, wenn jemand mit Ihnen spricht. Je mehr Sie die­se Acht­sam­keits­übun­gen prak­ti­zie­ren, des­to leich­ter wird es Ihnen fal­len, im Hier und Jetzt zu ver­wei­len und die Din­ge so zu sehen, wie sie sind ohne Urtei­le oder Ablenkungen.

Illustration einer Person, die im Schneidersitz auf dem Boden sitzt, die Augen geschlossen, die Hände in Meditationshaltung, umgeben von kleinen Pflanzen.

Acht­sam­keit ist eine Rei­se, kei­ne Desti­na­ti­on. Sei­en Sie gedul­dig mit sich selbst und akzep­tie­ren Sie, dass Ihre Gedan­ken immer wie­der abschwei­fen wer­den. Jedes Mal, wenn Sie das bemer­ken und zurück in den Moment holen, trai­nie­ren Sie Ihre Acht­sam­keit. So kön­nen Sie nach und nach ein tie­fe­res Gefühl von Ruhe, Prä­senz und Selbst­ak­zep­tanz entwickeln.

2. Selbstakzeptanz

Sich selbst mit Mitgefühl und Verständnis begegnen, auch bei Fehlern.

Selbst­ak­zep­tanz ist die Bereit­schaft, Ihre Gedan­ken, Gefüh­le und Ver­hal­tens­wei­sen als Teil Ihrer Selbst anzu­neh­men, ohne sie zu bewer­ten oder abzu­leh­nen. Es bedeu­tet, die Rea­li­tät Ihres Erle­bens anzu­er­ken­nen, ohne in Selbstab­leh­nung oder Selbst­vor­wür­fe zu verfallen.

Eine Hand hält eine Gießkanne und gießt Wasser auf einen kleinen herzförmigen Pflanzensprössling.

Um Selbst­ak­zep­tanz zu ent­wi­ckeln, ist es wich­tig, Ihre Erfah­run­gen bewusst wahr­zu­neh­men und zu akzep­tie­ren, anstatt sie zu ver­drän­gen oder zu leug­nen. Ver­su­chen Sie, Ihree Gefüh­le, auch wenn sie unan­ge­nehm sind, ganz bewusst zu spü­ren und ihnen Raum zu geben, ohne sie ver­än­dern zu wol­len. Sagen Sie sich zum Bei­spiel: „Ich füh­le jetzt Angst und das ist in Ord­nung so.“ 

Auch wenn Sie man­che Aspek­te von sich selbst nicht mögen, kön­nen Sie sie trotz­dem akzep­tie­ren. Stel­len Sie sich vor einen Spie­gel und sagen: „Egal was ich an mir sehe, ich akzep­tie­re mich so, wie ich bin.“ Akzep­tanz bedeu­tet nicht, dass Sie alles an sich gut­fin­den müs­sen, son­dern dass Sie die Rea­li­tät Ihres Seins anerkennen.

Manch­mal fällt es Ihnen viel­leicht schwer, bestimm­te Gefüh­le oder Ver­hal­tens­wei­sen zu akzep­tie­ren. In die­sem Fall ver­su­chen Sie, Ihre Ableh­nung selbst anzu­neh­men. Sagen Sie sich: „Ich wei­ge­re mich gera­de, mei­ne Wut zu akzep­tie­ren, und das ist in Ord­nung.“ Indem Sie Ihre Wider­stän­de akzep­tie­ren, kön­nen sie sich nach und nach auf­lö­sen.

Selbst­ak­zep­tanz ist der Schlüs­sel zu einem gesun­den Selbst­wert­ge­fühl. Je mehr Sie sich selbst so anneh­men, wie Sie sind, des­to mehr wer­den Sie sich wert­schät­zen und Ihre Stär­ken ent­fal­ten kön­nen. Üben Sie sich also regel­mä­ßig in Selbst­ak­zep­tanz, zum Bei­spiel indem Sie Ihre Gefüh­le und Gedan­ken bewusst erfor­schen. So kön­nen Sie Schritt für Schritt an Ihrem Selbst­bild arbei­ten und ein sta­bi­le­res Selbst­wert­ge­fühl aufbauen.

3. Selbstverantwortung 

Selbst­ver­ant­wor­tung bezieht sich auf die Fähig­keit, die Ver­ant­wor­tung für Ihre eige­nen Ent­schei­dun­gen, Hand­lun­gen und deren Kon­se­quen­zen (Ergeb­nis) zu über­neh­men. Es bedeu­tet, dass Sie aner­ken­nen, dass Sie die Kon­trol­le über Ihr Leben haben und Ihre Hand­lun­gen und Ent­schei­dun­gen einen direk­ten Ein­fluss auf Ihr Wohl­be­fin­den und Ihre Zukunft haben.

Um Selbst­ver­ant­wor­tung zu ler­nen, ist es wich­tig, sich bewusst zu machen, dass Sie die Macht haben, Ihr Leben zu gestal­ten. Dies bedeu­tet, dass Sie auf­hö­ren müs­sen, ande­re oder äuße­re Umstän­de für Ihre Situa­ti­on ver­ant­wort­lich zu machen. Statt­des­sen soll­ten Sie aner­ken­nen, dass Sie die Fähig­keit haben, Ver­än­de­run­gen her­bei­zu­füh­ren und Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, die im Ein­klang mit Ihren Wer­ten und Zie­len stehen.

Ein ers­ter Schritt zur Ent­wick­lung von Selbst­ver­ant­wor­tung ist die bewuss­te Ent­schei­dung, die Kon­trol­le über Ihr Leben zu über­neh­men. Dies bedeu­tet, dass Sie sich aktiv dafür ent­schei­den, nicht län­ger ein Opfer Ihrer Umstän­de zu sein, son­dern ein akti­ver Gestal­ter Ihres Schicksals.

Dazu gehört, aus den eige­nen Feh­lern zu ler­nen und Ver­ant­wor­tung für sie zu über­neh­men, anstatt sie zu leug­nen oder ande­ren zuzu­schie­ben. Dies erfor­dert die Bereit­schaft, sich selbst zu ver­ge­ben und kon­struk­ti­ve Maß­nah­men zu ergrei­fen, um aus den Feh­lern zu ler­nen und sie in Zukunft zu ver­mei­den.

Selbst­ver­ant­wor­tung bedeu­tet auch, sich bewusst zu machen, dass Sie die Fähig­keit haben, Ihre Reak­tio­nen auf Her­aus­for­de­run­gen zu kon­trol­lie­ren. Anstatt in Selbst­mit­leid oder Schuld­ge­füh­len zu ver­sin­ken, kön­nen Sie ler­nen, pro­ak­tiv zu han­deln und kon­struk­ti­ve Lösun­gen für Pro­ble­me zu finden.

Indem Sie Selbst­ver­ant­wor­tung über­neh­men, kön­nen Sie ein Gefühl der Selbst­wirk­sam­keit und Auto­no­mie ent­wi­ckeln, das hilft, ein erfüll­tes und selbst­be­stimm­tes Leben zu füh­ren. Es ist ein wich­ti­ger Schritt auf dem Weg zu einem gesun­den Selbst­wert­ge­fühl und per­sön­li­chem Wachs­tum. Und aus mei­ner Erfah­rung ist es ein unver­meid­li­cher Schritt des Erwach­sen­wer­dens (und nicht jeder, der im Erwach­se­nen­al­ter ist, ist erwach­sen.😝 Aber das ist eine ande­re Geschichte … 

4. Selbstbehauptung

Für die eigenen Bedürfnisse und Grenzen eintreten.

Selbst­be­haup­tung bezeich­net die Fähig­keit, eige­ne Bedürf­nis­se, Wün­sche, Wer­te und Urtei­le zu ehren und ange­mes­se­ne For­men ihrer Aus­drucks­wei­se in der Rea­li­tät zu suchen. Selbst­be­haup­tung bedeu­tet nicht, bös­ar­ti­ge Aggres­si­vi­tät oder unan­ge­mes­se­ne Angriffs­lust. Statt­des­sen zei­gen Sie die Bereit­schaft, für sich selbst ein­zu­ste­hen, offen zu sein und sich in allen mensch­li­chen Begeg­nun­gen selbst zu respektieren.

Um Selbst­be­haup­tung zu ler­nen, ist es wich­tig, Ihre eige­nen Bedürf­nis­se und Wün­sche zu erken­nen und ihnen ange­mes­sen Aus­druck zu ver­lei­hen. Dies erfor­dert die Fähig­keit, eige­ne Gedan­ken und Mei­nun­gen zu äußern und für sich selbst ein­zu­ste­hen, ohne dabei die Rech­te und Bedürf­nis­se ande­rer zu ver­nach­läs­si­gen. Es bedeu­tet auch, gesun­de Gren­zen zu setzen. 

Eine Landstraße kreuzt Bahngleise, die mit einem „STOP“-Schild und Warnschildern für Bahnübergänge gekennzeichnet sind. Im Hintergrund geht die Sonne unter und wirft einen warmen Schein auf die Szene, als ob die Natur selbst wüsste, wo Grenzen gesetzt sind.
Bild von ambro­zi­nio auf Depositphotos

Gesunde Grenzen setzen lernen

Was Sie über das Gren­zen set­zen wis­sen soll­ten in unter 10 Minu­ten, und war­um Sie Nein sagen üben sollten. 

Ande­re kön­nen Ihre Gren­zen nicht erah­nen, des­halb ist es Ihre Auf­ga­be, die­se zu „ver­tei­di­gen“ und ande­re auf sie auf­merk­sam zu machen. 

Eine wich­ti­ge Pra­xis der Selbst­be­haup­tung ist es, sich bewusst zu machen, dass Sie das Recht haben, zu exis­tie­ren und zu Ihren eige­nen Bedürf­nis­sen und Wer­ten zu ste­hen. Gleich­zei­tig ist es eben­so wich­tig zu ver­ste­hen, dass Sie das Recht haben, Ihre Bedürf­nis­se zu äußern, Sie jedoch nicht das Recht haben, dass alle davon erfüllt wer­den. Das ist sozu­sa­gen Ver­hand­lungs­sa­che zwi­schen Ihnen und Ihren Mit­men­schen (denn die haben auch Bedürf­nis­se und meis­tens nicht genau dieselben). 

Indem Sie Selbst­be­haup­tung prak­ti­zie­ren, kön­nen Sie ein tie­fe­res Gefühl von Selbst­wirk­sam­keit und Selbstre­spekt ent­wi­ckeln, das hilft, ein erfüll­tes Leben zu füh­ren. Es ist ein wich­ti­ger Schritt auf dem Weg zu einem gesun­den Selbst­wert­ge­fühl und Ihrem per­sön­li­chen Wachstum.

5. Zielorientierung

Ziel­ori­en­tie­rung bedeu­tet, dass Sie Ihr Leben bewusst und absicht­lich gestal­ten, indem Sie kla­re Zie­le set­zen und aktiv dar­auf hin­ar­bei­ten, die­se zu errei­chen. Es geht dar­um, das eige­ne Leben in die Hand zu neh­men und nicht nur auf äuße­re Ein­flüs­se zu reagie­ren. Ziel­ori­en­tie­rung erfor­dert, dass Sie sich Ihrer Wün­sche, Wer­te und Prio­ri­tä­ten bewusst sind und die­se in kon­kre­te Zie­le umset­zen, die Sie durch Ihr Han­deln anstreben.

Wesentliche Aspekte der Zielorientierung sind:

  • 1. Bewusst­sein und Klar­heit: Sich dar­über im Kla­ren zu sein, was Sie im Leben errei­chen möch­ten. Das erfor­dert Selbst­re­fle­xi­on und das Erken­nen Ihrer eige­nen Wer­te und Wünsche.
  • 2. Ziel­set­zung: Kon­kre­te, mess­ba­re und erreich­ba­re Zie­le zu for­mu­lie­ren. Die­se soll­ten sowohl kurz­fris­ti­ge als auch lang­fris­ti­ge Zie­le umfassen.
  • 3. Pla­nung und Orga­ni­sa­ti­on: Einen kla­ren Plan zu ent­wi­ckeln, wie Sie die­se Zie­le errei­chen kön­nen. Dies beinhal­tet das Set­zen von Prio­ri­tä­ten und das effek­ti­ve Manage­ment von Zeit und Ressourcen.
  • 4. Hand­lung und Enga­ge­ment: Pro­ak­ti­ve Schrit­te zu unter­neh­men, um die gesetz­ten Zie­le zu errei­chen. Dies erfor­dert Dis­zi­plin, Durch­hal­te­ver­mö­gen und die Bereit­schaft, Hin­der­nis­se zu überwinden.
  • 5. Fle­xi­bi­li­tät und Anpas­sungs­fä­hig­keit: Offen zu sein für Ver­än­de­run­gen und bereit, Ihren Plan anzu­pas­sen, wenn sich Umstän­de ändern oder neue Infor­ma­tio­nen ver­füg­bar werden.

Die zwei wich­tigs­ten Tage in dei­nem Leben sind der Tag, an dem du gebo­ren wur­dest, und der Tag, an dem du her­aus­fin­dest, warum.

Mark Twa­in

Praktische Tipps zur Umsetzung von Zielorientierung

Um Ziel­ori­en­tie­rung effek­tiv zu prak­ti­zie­ren, kön­nen fol­gen­de Schrit­te hilf­reich sein:

  • 1. Selbst­re­fle­xi­on betrei­ben: Neh­men Sie sich regel­mä­ßig Zeit, um über Ihre Wer­te, Wün­sche und Lebens­zie­le nach­zu­den­ken. Fra­gen Sie sich, was Ihnen wirk­lich wich­tig ist und was Sie im Leben errei­chen möchtest.
  • 2. SMART-Zie­le set­zen: For­mu­lie­ren Sie Ihre Zie­le nach dem SMART-Prin­zip (Spe­zi­fisch, Mess­bar, Attrak­tiv, Rea­lis­tisch, Ter­mi­niert). Das ist hilf­reich, um kla­re und rea­lis­ti­sche Zie­le zu defi­nie­ren, und zu ver­mei­den, unkla­ren Zie­len hin­ter­her­zu­lau­fen. Was unklar ist, kann man näm­lich nicht errei­chen.
    Ein Bei­spiel für ein unkla­res Ziel: Ich will mein Leben ändern. (Was genau? Wie? Bis wann?)
    Ein Bei­spiel für ein kla­res Ziel: „Ich möch­te inner­halb des nächs­ten Jah­res ler­nen, mei­ne Gedan­ken zu mana­gen und die Unru­he in mei­nem Kopf von einer 8 auf eine 3 zu redu­zie­ren (Ska­la: 10 = höchs­te Unru­he in mei­nem per­sön­li­chen Maß­stab).“ Dafür wer­de ich Metho­den prak­ti­zie­ren, die mir mei­ne The­ra­peu­tin /mein Coach vermittelt.
  • 3. Prio­ri­tä­ten set­zen: Iden­ti­fi­zie­ren Sie die wich­tigs­ten Zie­le und kon­zen­trie­ren Sie sich auf die­se. Ler­nen Sie, unwich­ti­ge Auf­ga­ben zu dele­gie­ren oder zu eliminieren.
  • 4. Einen Akti­ons­plan erstel­len: Ent­wick­len Sie einen Plan, der die Schrit­te beschreibt, die not­wen­dig sind, um Ihre Zie­le zu errei­chen. Set­zen Sie sich Mei­len­stei­ne, um den Fort­schritt zu über­wa­chen. Und fei­ern Sie die Errei­chung die­ser Mei­len­stei­ne, um sich selbst für Erreich­tes zu beloh­nen und sich zu motivieren.
  • 5. Zeit­ma­nage­ment ver­bes­sern: Nut­ze Tech­ni­ken wie die Eisen­hower Matrix oder die Pomo­do­ro-Tech­nik, um Ihre Zeit effi­zi­ent zu nut­zen und Ablen­kun­gen zu minimieren.
  •  6. Über­prü­fung und Anpas­sung: Über­prü­fen Sie regel­mä­ßig Ihren Fort­schritt und pas­sen Sie Ihre Zie­le und Plä­ne bei Bedarf an. Sei­en Sie fle­xi­bel und bereit, neue Wege zu gehen, wenn sich die Umstän­de ändern.
  •  7. Selbst­dis­zi­plin ent­wi­ckeln: Arbei­ten Sie an Ihrer Fähig­keit, sich auf Ihre Zie­le zu kon­zen­trie­ren und Ablen­kun­gen zu wider­ste­hen. Ent­wi­ckeln Sie Rou­ti­nen, die Sie bei der Ziel­ver­fol­gung unter­stüt­zen, also nütz­li­che, täg­li­che Gewohn­hei­ten, die Sie etablieren. 
  • Ein Bei­spiel einer posi­ti­ven Rou­ti­ne: Inner­halb der nächs­ten 6 Wochen an min­des­tens 5 Tagen mor­gens 10 Minu­ten Acht­sam­keits- oder Atem­übun­gen machen. Ziel: Selbst­dis­zi­plin stär­ken. Jede Ein­heit wird im Kalen­der abge­hakt, um Fort­schrit­te sicht­bar zu machen. 
  • 8. Unter­stüt­zung suchen: Tau­schen Sie sich mit ande­ren aus, die ähn­li­che Zie­le ver­fol­gen, oder suchen Sie sich einen Mentor:in, die Sie auf Ihrem Weg unterstützt.

Durch die bewuss­te Anwen­dung die­ser Prak­ti­ken kön­nen Sie nicht nur Ihre Ziel­ori­en­tie­rung ver­bes­sern, son­dern auch das eige­ne Selbst­wert­ge­fühl stär­ken, da Sie das Gefühl för­dern, das eige­ne Leben aktiv zu gestal­ten und zu steuern.

Wenn das Leben kei­ne Visi­on hat, nach der man strebt, nach der man sich sehnt, die man ver­wirk­li­chen möch­te, dann gibt es auch kein Motiv, sich anzustrengen.

Erich Fromm

Ist das nicht anstrengend?

Viel­leicht kommt Ihnen das alles furcht­bar anstren­gend vor und Sie den­ken viel­leicht: „Was, das soll ich alles machen?“ Und das kann es sein. Genau­so gut kann es aber auch Freu­de machen. Das liegt an Ihrer Ein­stel­lung. Zie­le zu set­zen, die rea­lis­tisch und spe­zi­fisch sind, ermög­licht es Ihnen, eines nach dem ande­ren zu errei­chen. Und das ist ein Erfolgs­er­leb­nis und moti­viert Sie, das nächs­te Ziel in Angriff zu neh­men. Und so wei­ter. Das fühlt sich gut an und bringt Ihnen immer mehr Ver­trau­en in die eige­nen Fähig­kei­ten. Und damit stei­gen Ihr Selbst­wert und Ihr Selbst­be­wusst­sein. Sowie Ihre Kom­pe­ten­zen und Erfahrung. 

Dem­ge­gen­über ist es so. Wenn Sie sich nicht um Zie­le und hilf­rei­che Gewohn­hei­ten und Prak­ti­ken und das Erler­nen neu­er Fähig­kei­ten küm­mern, dann kön­nen Sie sich das so vor­stel­len:
Sie bege­ben sich auf die hohe See des Lebens, ohne Kurs und ohne das Steu­er in die Hand zu neh­men. Und dann wer­den Sie hin- und her­ge­trie­ben, jeder Sturm bringt Ihnen die Gefahr des Ken­terns, und Sie haben kei­ne Ahnung, wo Sie lan­den wer­den oder ob Sie über­haupt auf Land zusteuern.

Glau­ben Sie mir, das ist län­ger­fris­tig viel anstren­gen­der, als für posi­ti­ve, loh­nens­wer­te Zie­le von der Couch zu kommen. 😜 

Gestrandetes Schiff (Krise)
Bild von Unsplash

6. Integrität

Die Schlüs­sel­prak­tik der Inte­gri­tät ist ein eben­falls zen­tra­ler Bestand­teil von Natha­ni­el Bran­dens Kon­zept zur Stär­kung des Selbst­wert­ge­fühls. Inte­gri­tät bedeu­tet, dass Ihr Ver­hal­ten mit Ihren per­sön­li­chen Wer­ten und Über­zeu­gun­gen im Ein­klang steht. Die­se Pra­xis ist ent­schei­dend, um ein authen­ti­sches und erfüll­tes Leben zu füh­ren. Das möch­te ich hier näher beleuchten:

Was ist Integrität?

Inte­gri­tät bezieht sich auf die Über­ein­stim­mung zwi­schen dem, was Sie glau­ben und wofür Sie ste­hen möch­ten, und dem, wie Sie han­deln. Es geht dar­um, ehr­lich zu sich selbst und zu ande­ren zu sein und die eige­nen Wer­te in allen Lebens­be­rei­chen anzu­wen­den und nach ihnen zu agie­ren. Inte­gri­tät ist nicht nur eine mora­li­sche Tugend, son­dern auch eine Quel­le inne­rer Stär­ke und Selbstachtung.

Wesentliche Aspekte der Integrität:

  • 1. Selbst­be­wusst­sein: Sich der eige­nen Wer­te, Über­zeu­gun­gen und Prin­zi­pi­en bewusst zu sein. Dies erfor­dert eine ehr­li­che Selbst­re­fle­xi­on und das Erken­nen des­sen, was Ihnen wirk­lich wich­tig ist. Es beinhal­tet auch eine Ent­schei­dung, wel­che Wer­te Sie priorisieren. 
  • 2. Kohä­renz zwi­schen Wer­ten und Hand­lun­gen: Kohä­renz ist so etwas wie Stim­mig­keit. Sie beinhal­tet, dass Ihr Ver­hal­ten mit Ihren per­sön­li­chen Wer­ten über­ein­stimmt. Dies bedeu­tet, dass Sie nicht nur dar­über spre­chen, was Sie für rich­tig hal­ten, son­dern auch ent­spre­chend handeln. 
  • 3. Ehr­lich­keit und Authen­ti­zi­tät: Offen und ehr­lich zu sich selbst und ande­ren zu sein. Authen­ti­zi­tät bedeu­tet, dass man sich nicht ver­stellt oder ver­sucht, jemand zu sein, der man nicht ist.
  • 4. Ver­ant­wor­tung über­neh­men: Die Ver­ant­wor­tung für die eige­nen Hand­lun­gen und Ent­schei­dun­gen zu über­neh­men. Dies beinhal­tet, Feh­ler ein­zu­ge­ste­hen und aus ihnen zu lernen.
  • 5. Ver­trau­ens­wür­dig­keit: Ein Mensch zu sein, auf den sich ande­re ver­las­sen kön­nen. Dies erfor­dert, Ver­spre­chen ein­zu­hal­ten und zuver­läs­sig zu sein.

Taten sagen mehr als Worte.

Volks­weis­heit

Praktische Tipps zur Umsetzung von Integrität

Um Inte­gri­tät effek­tiv zu prak­ti­zie­ren, kön­nen die fol­gen­den Schrit­te hilf­reich sein:

  • 1. Wer­te klä­ren: Neh­men Sie sich Zeit, um Ihre grund­le­gen­den Wer­te und Über­zeu­gun­gen zu iden­ti­fi­zie­ren. Schrei­ben Sie sie auf und reflek­tie­re sie regel­mä­ßig, um sicher­zu­stel­len, dass sie noch passen. 
  • 2. Selbst­re­fle­xi­on üben: Über­prü­fen Sie regel­mä­ßig, ob Ihr Ver­hal­ten mit Ihren Wer­ten über­ein­stimmt. Fra­gen Sie sich, ob Ihre täg­li­chen Ent­schei­dun­gen und Hand­lun­gen im Ein­klang mit ihnen stehen.
  • 3. Ehr­lich­keit kul­ti­vie­ren: Sei­en Sie ehr­lich zu sich selbst und ande­ren. Se kön­nen auch Men­schen, denen Sie ver­trau­en, nach Feed­back fra­gen. Die­se Men­schen soll­ten den Mut zu Ehr­lich­keit Ihnen gegen­über haben, auch wenn sie damit ris­kie­ren, dass Sie viel­leicht zuerst ein wenig gekränkt sind (das kann pas­sie­ren, wenn man sich ande­re Wahr­hei­ten als die eige­nen anhört …). 
  • 4. Ver­ant­wor­tung über­neh­men: Akzep­tie­ren Sie die Kon­se­quen­zen Ihrer Hand­lun­gen und ler­nen sie aus Ihren Feh­lern (dafür sind Feh­ler schließ­lich da!). Sei­en Sie bereit, sich zu ent­schul­di­gen und Fehl­trit­te zuzu­ge­ben, wenn Sie gegen Ihre Wer­te ver­sto­ßen haben. Machen Sie sich klar, dass nie­mand  es schafft, die­se immer per­fekt umzu­set­zen und Sie dür­fen Fehl­trit­te machen, das gehört dazu. 
  • 5. Ver­läss­lich­keit ent­wi­ckeln: Hal­ten Sie Ihre Ver­spre­chen und Ver­pflich­tun­gen ein. Sei­en Sie jemand, auf den sich ande­re ver­las­sen kön­nen, und zei­gen sSe durch Ihr Ver­hal­ten (und nicht nur Ihre Wor­te, denn die sind gedul­dig….), dass Sie ver­trau­ens­wür­dig sind. 
  • 6. Gren­zen set­zen: Ler­nen Sie, Nein zu sagen, wenn etwas nicht mit Ihren Wer­ten über­ein­stimmt. Set­zen Sie kla­re Gren­zen, um Ihre Inte­gri­tät zu schüt­zen. Das ist wich­tig. In Gemein­schaf­ten nei­gen wir dazu, mit der Grup­pe mit­ge­hen zu wol­len, weil wir uns Ver­bun­den­heit mit ande­ren wün­schen. Sie soll­ten dafür aber nicht Ihre Inte­gri­tät opfern und kön­nen ande­re durch Ihr Nein moti­vie­ren, ihre Wer­te eben­falls zu prü­fen. Grup­pen­dy­na­mik ist ein star­ker Sog und Sie kön­nen ein Vor­bild dar­in sein, Ihre Wer­te zu prio­ri­sie­ren anstatt gefal­len zu wollen. 
  • 7. Vor­bild sein: Leben Sie Ihre Wer­te in allen Lebens­be­rei­chen und sei­en Sie ein Vor­bild für ande­re. Inspi­rie­ren Sie ande­re durch Ihr Ver­hal­ten und zei­gen Sie, dass Inte­gri­tät mög­lich und loh­nend ist. So wer­den Sie zum Mentor:in für ande­re und zu einer Lichtgestalt. 😍
  • 8. Kon­ti­nu­ier­li­ches Ler­nen: Sei­en Sie offen für Feed­back und bereit, sich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Das beinhal­tet auch, Kri­tik anneh­men und reflek­tie­ren zu kön­nen. Wir brau­chen ande­re dafür, denn manch­mal sehen sie mehr als wir selbst (ein­fach, weil sie mehr Distanz haben). Auch wenn es im ers­ten Moment viel­leicht ein wenig kränkt, kri­ti­sches Feed­back zu erhal­ten. Dar­an kön­nen Sie wach­sen und eine noch bes­se­re Ver­si­on Ihrer Selbst werden. 

Eine Klä­rung Ihrer Wer­te im Ein­klang mit Ihren Bedürf­nis­sen ist wirk­lich wich­tig, da bei­spiels­wei­se Ihre Ziel­set­zung direkt damit zusam­men­hängt. Schließ­lich soll­ten Ihre Zie­le auch mit Ihren Wer­ten ver­ein­bar sein, sonst wei­chen Sie bei deren Umset­zung von Ihrer Inte­gri­tät ab und gera­ten in ein inne­res Dilem­ma (Kon­flikt).  Einen struk­tu­rier­ten Ansatz dafür zu haben, wie Sie sich Ihre Wer­te und in Abhän­gig­keit davon Ihre Zie­le ste­cken und defi­nie­ren kön­nen, ver­ein­facht den Pro­zess enorm. Des­halb kann es hier hilf­reich sein, sich Unter­stüt­zung von einem Coach oder Therapeut:in einzukaufen. 

Sie interessieren sich für Coaching? Vereinbaren Sie gerne ein kostenloses Kennenlerngespräch mit mir.

Ihre Abenteuerreise zu einem gesunden Selbstwertgefühl

Wie Sie sehen: Ein gesun­des Selbst­wert­ge­fühl fällt nicht ein­fach vom Him­mel. Es ist kein Zufalls­pro­dukt, das man­che haben und ande­re nicht. Es ist eine erlern­ba­re Dis­zi­plin, die Sie Schritt für Schritt auf­bau­en kön­nent – durch Acht­sam­keit, Selbst­ak­zep­tanz, Selbst­ver­ant­wor­tung, Selbst­be­haup­tung, kla­re Ziel­set­zung und eine inte­gre Umset­zung Ihrer Wer­te in Wor­ten und Taten.  Es braucht vor allem eines: Anfan­gen und üben. Und Übung macht die Meister:in.

Cartoon-Person, die selbstbewusst auf einem Hügel steht und einen Fahnenmast mit einer wehenden Flagge hält.

Sie benö­ti­gen kei­ne beson­de­ren Grund­vor­aus­set­zun­gen, um sich noch heu­te auf die­se Rei­se zu einem sta­bi­len und gesun­den Selbst­wert­ge­fühl zu bege­ben. Sie müs­sen ein­fach nur anfan­gen. So wie jede Rei­se – mit dem ers­ten, klei­nen Schritt. 

Es ist zunächst auch nicht wich­tig, womit Sie anfan­gen, son­dern dass Sie ins Tun kom­men. Am leich­tes­ten gelingt das, wenn Sie sich vor­stel­len, Sie bre­chen zu einem neu­en Aben­teu­er auf. Das weckt Freu­de und Neu­gier – und hilft Ihnen, Ihre Erwar­tun­gen anzu­pas­sen. Schließ­lich ver­läuft kein Aben­teu­er „per­fekt“ und sel­ten klappt alles beim ers­ten Ver­such. Auf einem Aben­teu­er dür­fen Sie ein­fach eine Erfah­rung nach der ande­ren sam­meln, die Rei­se mit allem Drum und Dran, genie­ßen, unter­wegs ler­nen und rei­fen, aus Feh­lern ler­nen und so vie­le Anläu­fe star­ten, wie Sie möch­ten. In Ihrem ganz eige­nen Tem­po. Denn Sie sind die Haupt­fi­gur in Ihrem Aben­teu­er – und Sie bestim­men die Handlung. 

Bege­ben Sie sich heu­te noch auf die Rei­se, denn wir alle wis­sen, dass sich Aben­teu­er loh­nen und die Held:in für ihre Anstren­gun­gen belohnt wird: durch das Erle­ben des Aben­teu­ers, den über­stan­de­nen Sturm, die erober­te Fes­tung, den Mut, sich zu trau­en, die Stär­kung der  Fähig­kei­ten und Talen­te. Immer mit Ihrem Ziel als Visi­on am Hori­zont vor Augen – in Bewun­de­rung des wun­der­schö­nen Abend­him­mels, den Sie acht­sam auf Ihrer Rei­se wahr­neh­men. Glück auf! #weil­Sie­es­wertsind

Denken Sie daran: 

  • Ihr Selbst­wert­ge­fühl ist das Fun­da­ment Ihres Lebens – es lässt sich wirk­lich glau­ben, dass Sie wert­voll sind und Glück ver­dient haben.
  • Ein gesun­des Selbst­wert­ge­fühl fällt nicht vom Him­mel, son­dern Sie kön­nen es Schritt für Schritt ent­wi­ckeln und aufbauen.
  • Acht­sam­keit ist Ihr Weg aus dem Auto­pi­lot, und Sie ler­nen, Ihre Gedan­ken, Gefüh­le und Hand­lun­gen bewusst im jet­zi­gen Moment wahr­zu­neh­men – ohne sie zu bewerten.
  • Je mehr Sie sich so anneh­men, wie Sie sind, des­to mehr kön­nen Sie sich wert­schät­zen und Ihre Stär­ken ent­fal­ten. Selbst­ak­zep­tanz stei­gert Ihrn Selbstwertgefühl.
  • Selbst­ver­ant­wor­tung heißt, die Gestal­tung Ihres Lebens aktiv in die Hand zu neh­men, statt sich als Opfer Ihrer Umstän­de zu sehen.
  • Durch Selbst­be­haup­tung ler­nen Sie, für Ihre Bedürf­nis­se und Gren­zen ein­zu­ste­hen, sie klar zu kom­mu­ni­zie­ren und sich treu zu blei­ben – ohne die Rech­te ande­rer zu über­ge­hen. Das baut Ihren Selbst­wert auf.
  • Inte­gri­tät heißt, dass Ihr Han­deln mit Ihren Wer­ten über­ein­stimmt – authen­tisch, ver­läss­lich und ver­ant­wor­tungs­be­wusst zu leben stärkt Ihr Selbstwertgefühl.

Kurz und knapp

  • Ein sta­bi­les Selbst­wert­ge­fühl ent­steht Schritt für Schritt – durch Acht­sam­keit, Selbst­ak­zep­tanz, Selbst­ver­ant­wor­tung, Selbst­be­haup­tung, Ziel­ori­en­tie­rung und Integrität.
  • Ziel­ori­en­tie­rung bedeu­tet, Ihr Leben bewusst zu gestal­ten: Sie ent­schei­den, was Sie wirk­lich wol­len, set­zen kla­re Zie­le und gehen aktiv in klei­nen Schrit­ten dar­auf zu – so hal­ten Sie das Steu­er Ihres Lebens in der Hand.
  • Sehen Sie Ihren Weg zu einem gesun­den Selbst­wert­ge­fühl als Aben­teu­er: Star­ten Sie mit einem klei­nen Schritt, sam­meln Sie Erfah­run­gen, ler­nen Sie aus Stür­men – und genie­ßen Sie die Rei­se. #weil­Sie­es­wertsind
  • Bran­den, Natha­ni­el: Die sechs Säu­len des Selbst­wert­ge­fühls. Piper Ver­lag, deut­sche Ausgabe

Ähnliche Beiträge